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IL DOLCIMELO
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Das einzige Vermächtnis des Aurelio Virgiliano, der im 16. Jahrhundert in Italien lebte, ist eine Sammlung von virtuosen Musikstücken und spielpraktischen Anweisungen mit dem poetisch doppeldeutigen Titel "Il Dolcimelo", der zugleich einen süßen Apfelbaum und eine süße Melodie meint.

"Il Dolcimelo" ist ein hochkarätiges Ensemble für Alte Musik, das sich seit seiner Gründung 1994 durch die Blockflötistin Katja Beisch und die Barockcellistin Doris Runge international einen Namen machen konnte. So erreichten sie 1997 beim Internationalen Wettbewerb für Kammermusik in Rovereto/Italien die Finalrunde und gewannen im April 2000 beim Internationalen Wettbewerb “Biagio Marini” für Alte Musik in Neuburg a.d. Donau den 1. Preis. Der Hessische Rundfunk und der SWR produzierten mehrere Aufnahmen mit ihnen. 1997 erschien ihre erste CD “Affettuoso” mit italienischer Musik des Früh- und Hochbarock, die von der Presse wegen ihrer spontanen und extrovertierten Interpretation gelobt wurde. 2000 veröffentlichten sie ihre zweite CD “FFor severall ffriends” mit englischer Musik aus dem 17. Jahrhundert. 2004 erscheint in Zusammenarbeit mit dem WDR ihre dritte CD "Corelli & Walsh" mit den Concerti grossi von Arcangelo Corelli opus 6,1-6 in der Fassung für zwei Blockflöten, Violoncello und Basso continuo, herausgegeben vom Londoner Verlagshaus Walsh im Jahre 1725. Zu Gast bei dieser Produktion war der Blockflötist Han Tol.

"Il Dolcimelo" war zu Gast auf renommierten Festivals für Alte Musik, wie z.B. die Stockstädter Musiktage, die Arolser Barockfestspiele und die Tage Alter Musik Osnabrück. Konzertreisen führten das Ensemble nach Estland, Brasilien, Österreich, die Schweiz und die Niederlande. Im April 2006 werden sie eine Tournee durch Nordamerika machen.

In Zusammenarbeit mit anderen Musikern entstand eine flexible Besetzung, die als Duo, Trio und Quartett bis hin zum kleinen Orchester Musik des 17. und 18. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten zur Aufführung bringt.

Nicht um trockene museale Rekonstruktion von Musik aus längst vergessenen Zeiten geht es "Il Dolcimelo", sondern um die Vermittlung aktueller Aspekte in der Barockmusik. So bleibt in einer Musik, in der die später so scharf gezogenen Grenzen zwischen E- und U-Musik noch verschwimmen, viel Raum für Experimente und neue Interpretationsansätze, die selten mit so viel Temperament, Spielfreude und Spontaneität vorgetragen werden wie von Il Dolcimelo"

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